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EU verbietet Vernichtung unverkaufter Kleidung – DePauli AG begrüßt überfällige Regelung

Grünes Poloshirt und bedrucktes Freizeithemd mit beigem Wildlederjacke elegant gestapelt.

Herrenausstatter.de hat in 28 Jahren Unternehmensgeschichte noch kein tragbares Kleidungsstück entsorgt

München, Februar 2026 – Die EU-Kommission hat am 9. Februar neue Vorschriften im Rahmen der Ecodesign for Sustainable Products Regulation (ESPR) verabschiedet: Ab dem 19. Juli 2026 dürfen große Unternehmen unverkaufte Kleidung, Schuhe und Accessoires nicht mehr vernichten. Ab 2030 gilt das Verbot auch für mittlere Unternehmen. Zudem müssen Firmen ab Februar 2027 offenlegen, wie viel unverkaufte Ware sie entsorgen.

Die DePauli AG, Betreiberin von Herrenausstatter.de, begrüßt die Regelung – trotz grundsätzlicher Skepsis gegenüber der europäischen Regulierungsdichte.

„Wir sehen die Flut an Vorschriften aus Brüssel kritisch – sie belastet den europäischen Mittelstand und gefährdet unsere Wettbewerbsfähigkeit", erklärt Renata DePauli, Gründerin und CEO der DePauli AG. „Aber diese Regelung ist überfällig. Neuwertige Kleidung zu vernichten – das ist eine Geisteshaltung, die unsere Großeltern nicht begriffen hätten und die auch heute nicht mehr zeitgemäß ist."

Die Dimension der Verschwendung

Nach Angaben der EU-Kommission werden in Europa jährlich zwischen vier und neun Prozent aller produzierten Textilien ungetragen vernichtet – Hunderttausende Tonnen an Kleidung, für deren Herstellung Rohstoffe, Wasser, Energie und menschliche Arbeit aufgewendet wurden. In Frankreich werden Waren im Wert von 630 Millionen Euro jährlich zerstört. In Deutschland entsorgt der Online-Handel schätzungsweise 20 Millionen retournierte Artikel pro Jahr.

„Diese Zahlen beschreiben ein System, das den Überfluss einkalkuliert und die Entsorgung als Geschäftsmodell akzeptiert", so DePauli. „Das ist das Gegenteil von dem, was wir unter verantwortungsvollem Handel verstehen."

28 Jahre ohne Warenvernichtung

Die DePauli AG hat in ihrer fast dreißigjährigen Unternehmensgeschichte noch kein tragbares Kleidungsstück entsorgt. Was sich in der regulären Saison nicht verkauft, geht in den Sale. Was auch dort keinen Käufer findet, wird gespendet oder über spezialisierte Partner weiterverkauft.

„Ein hochwertiger Anzug, der nicht verkauft wird, ist immer noch ein hochwertiger Anzug", betont DePauli. „Ihn zu vernichten, ist nicht nur Verschwendung – es ist respektlos gegenüber den Menschen, die ihn entworfen, produziert und transportiert haben."

Besseres Bestandsmanagement statt nachträglicher Entsorgung

Die neuen EU-Regeln sehen vor, dass Unternehmen auf Wiederverkauf, Spende, Aufarbeitung oder verbessertes Bestandsmanagement setzen sollen. Für die DePauli AG ist das keine Umstellung, sondern Bestätigung der eigenen Praxis.

Das Unternehmen setzt schon seit 2024 KI-Systeme ein, um die Treffsicherheit bei der Vororder zu verbessern und Überbestände von vornherein zu reduzieren. Der Sale bleibt dabei ein bewährtes Instrument, um Restware sinnvoll abzuverkaufen statt zu vernichten.

„Die beste Entsorgungsstrategie ist, gar nicht erst zu viel einzukaufen", sagt DePauli. „Aber in einem Geschäft, das auf Prognosen basiert, wird es immer Restbestände geben. Die Frage ist nur, was man damit macht."

Die Mathematik des Winter-Sale:

Warum Mode-Händler im Januar reduzieren müssen

Karierte Wolljacke in Grau und Orange, lässig getragen. Im Hintergrund eine winterliche Berglandschaft zu gefrorenem See

Herrenausstatter.de gewährt einen ungewöhnlichen Blick hinter die Kulissen der Modebranche – und erklärt, warum Rabattaktionen kein Marketing-Trick sind, sondern betriebswirtschaftliche Notwendigkeit

München, Januar 2026 – Ab dem 18. Januar startet bei Herrenausstatter.de der Winter-Sale. Was für Kunden eine willkommene Gelegenheit bedeutet, Premium-Mode günstiger zu erwerben, ist für den Handel das Ergebnis einer strukturellen Herausforderung, die kaum ein Endverbraucher kennt: das Prognoseproblem der Vororder.

Bestellen, wenn noch Schnee liegt – für den nächsten Winter

Mode-Händler bestellen ihre Ware nicht nach Bedarf, sondern sechs bis neun Monate im Voraus. Die Winterkollektion 2025/26, die jetzt in den Sale geht, wurde im Frühjahr 2025 geordert – zu einem Zeitpunkt, als niemand wissen konnte, wie sich Konsumklima, Wetterlage oder Markentrends entwickeln würden.

„Wir treffen im März Entscheidungen für den November", erklärt Renata DePauli, Gründerin und CEO der DePauli AG. „Das ist keine Wissenschaft, das ist ein educated guess auf Basis von 28 Jahren Erfahrung – und trotzdem liegen wir manchmal daneben."

Zwischen zehn und dreißig Prozent Abweichung

Die Prognoseunsicherheit ist erheblich. In guten Jahren beträgt die Abweichung zwischen Plan und Realität etwa zehn Prozent. In schwierigen Jahren – geprägt von Konsumzurückhaltung, unberechenbarem Wetter oder plötzlichen Verschiebungen bei der Markennachfrage – können es dreißig Prozent und mehr sein.

„Eine Marke, die in der vergangenen Saison lief und lief, kann in der aktuellen Saison wie Blei liegen", so DePauli. „Das lässt sich nicht vorhersagen, nur managen."

Liquidität schlägt Lagerromantik

Was im Lager bleibt, bindet Kapital. Gleichzeitig kündigt sich bereits die Frühjahrskollektion an – neue Ware, die bezahlt werden muss. Der Sale ist daher keine Großzügigkeit und kein Marketing-Instrument, sondern betriebswirtschaftliche Hygiene: Platz schaffen, Liquidität sichern, den Kreislauf am Laufen halten.

„Wir könnten die Ware auch einlagern und hoffen", sagt DePauli. „Aber das funktioniert bei Mode nicht. Ein Mantel ist kein Wein – er wird durch Liegen nicht besser."

Keine Billigware im Sale-Gewand

Eine Praxis, die im Handel verbreitet ist, lehnt die DePauli AG konsequent ab: den gezielten Zukauf minderwertiger Ware, die eigens für den Sale produziert und dann mit scheinbar attraktiven Rabatten verkauft wird. Bei Herrenausstatter.de stammt jedes Sale-Produkt aus dem regulären Sortiment – dieselbe Qualität, dieselben Marken, lediglich zum reduzierten Preis.

„Wer bei uns im Sale kauft, bekommt exakt die Ware, die vor drei Monaten zum Vollpreis im Shop stand", betont DePauli. „Keine B-Ware, keine Sonderproduktionen, kein Etikettenschwindel."

KI als Prognosehilfe – mit Geduld

Um die Treffsicherheit der Vororder zu verbessern, setzt die DePauli AG versuchsweise KI-Systeme ein, die auf Basis historischer Verkaufsdaten, Marktentwicklungen und Trendanalysen Strategievorschläge für künftige Bestellungen erarbeiten. Ob diese technologische Unterstützung die Prognoselücke tatsächlich verkleinert, lässt sich allerdings erst am Ende der kommenden Saison beurteilen.

„Auch die beste KI kann uns nicht sagen, ob der nächste Winter kalt oder mild wird", sagt DePauli. „Aber sie hilft uns, aus vergangenen Mustern zu lernen. Das Ergebnis sehen wir frühestens in zwölf Monaten – so funktioniert dieses Geschäft."

Qualität bleibt Qualität – auch reduziert

Für Kunden bedeutet der Sale die Chance, Markenware mit langer Lebensdauer deutlich günstiger zu erwerben. Ein BOSS-Mantel aus dem Winter-Sale wird seinen Träger viele Jahre begleiten – unabhängig davon, ob er zum vollen Preis oder mit Rabatt gekauft wurde.

„Der Sale ändert nichts an der Qualität", so DePauli. „Er ändert nur den Zeitpunkt, zu dem sich ein Kauf besonders lohnt."

Das Geheimnis der perfekten Daune

Zwei Männer in gepolsterten Daunenjacken, schwarz und beige, auf steinigem Hang

Warum Premium-Daunen wärmen, ohne zu belasten – und woran Sie echte Qualität erkennen

Es ist extrem kalt an diesem Morgen, die Kältewelle des Januar 2026 hat München fest im Griff. Es mögen minus 10° sein - der Atem scheint direkt in der Luft zu gefrieren. Am S-Bahn-Steig in München-Pasing, 6:47 Uhr scrollt ein Mann im fast dünn wirkenden anthrazitfarbenen Daunenmantel entspannt durch sein Smartphone, während andere in ihren dicken aufgeplusterten Daunenjacken von einem Fuß auf den anderen treten. Sein Geheimnis wiegt keine 600 Gramm – und wärmt besser als die dickeren Varianten, die das Dreifache auf die Waage bringen.

Willkommen in der Welt der Daune, dem vielleicht am meisten unterschätzten Naturmaterial der Bekleidungsindustrie.

Fazit: Wärme als Wissenschaft

Die perfekte Daunenjacke ist kein Zufallsprodukt. Sie ist das Ergebnis einer langen Kette von Entscheidungen – von der Herkunft der Gänse über die Sortierung der Daunen bis zur Konstruktion der Kammern. Wer diese Zusammenhänge versteht, kauft bewusster ein.

Die gute Nachricht: Sie müssen kein Experte werden. Achten Sie auf Fill Power (ab 650 aufwärts für gute Qualität), auf das Daunen-Feder-Verhältnis (mindestens 90/10), auf RDS-Zertifizierung – und auf Marken, die für Transparenz und Qualität bekannt sind.

Der Mann am S-Bahn-Steig in Pasing wusste das vermutlich nicht im Detail. Aber er spürte es: leicht, warm, sorgenfrei. Manchmal ist das alles, was zählt.

Entdecken Sie unsere Auswahl an Premium-Daunenjacken und -mänteln – von ultraleichten Reisebegleitern bis zu eleganten Wintermänteln für jeden Anlass.

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KI im Mittelstand: DePauli AG setzt auf „Augmented Intelligence“ statt Automatisierung

Beigefarbener Cardigan über beigem Strickpullover mit Rollkragen, stilvoll getragen von Mann vor modernem Fenster

Herrenausstatter.de zeigt, wie verantwortungsvoller KI-Einsatz den Kundenservice verbessert, ohne die menschliche Note zu verlieren

München, März 2025

Während die Industrie und Handel ihre KI-Revolution feiern und Effizienzgewinne in eingesparten Arbeitsplätzen misst, geht die DePauli AG mit ihrem Online-Shop Herrenausstatter.de bewusst einen anderen Weg. Das seit 1997 inhabergeführte Familienunternehmen nutzt künstliche Intelligenz nicht als Ersatz, sondern als Verstärkung menschlicher Expertise.

„Über KI 1.0 müssen wir nicht sprechen – das ist für uns längst Alltag", erklärt Gründerin und CEO Renata DePauli. „Die entscheidende Frage ist nicht, ob wir KI einsetzen, sondern wie. Unsere Kunden erwarten authentische Beratung, keine algorithmisch generierten Textbausteine."

Der Mensch definiert, die Maschine unterstützt

Die DePauli AG entwickelt KI-Lösungen dort, wo sie echten Mehrwert schaffen: Wo es für den Kunden einfacher und schneller ist, eine Antwort zu erhalten, kann – muss aber nicht – eine spezialisierte KI antworten. Entscheidend dabei: Kunden können jederzeit direkt mit einem Kundenberater sprechen – und zwar mit Mitarbeitern, die am Hauptsitz nahe München arbeiten, täglich mit der realen Ware umgehen und aus eigener Erfahrung beraten können.

„Unser Kundenservice sitzt nicht irgendwo mit standardisierten Checklisten", betont DePauli. „Unsere Berater kennen die Produkte, fühlen die Stoffe, verstehen die Passformen. KI gibt ihnen zusätzliche Daten an die Hand – die persönliche Expertise bleibt unersetzbar."

Auch in der Logistik zeigt sich der menschenzentrierte Ansatz deutlich: KI-gestützte Wegeoptimierung bei der Kommissionierung reduziert die physische Belastung der Mitarbeiter. Algorithmen berechnen die effizientesten Routen durch das Lager – Menschen können sich auf qualitative Aufgaben konzentrieren, die wiederum den Kunden dienen: Ein hochwertiger Anzug muss nun mal aufwendig und sorgfältig verpackt werden, damit er perfekt beim Kunden ankommt. Im Einkaufsbereich optimieren KI-Agenten Lagerbestände und Nachbestellungen und geben den menschlichen (seltsam, dies überhaupt erwähnen zu müssen) Einkäufern Informationen für die strategischen Entscheidungen der nächsten Vororder.

Bewusster Verzicht auf Vollautomatisierung

Besonders deutlich wird die Philosophie beim Newsletter-Marketing: Während Mitbewerber auf vollautomatisierte Content-Generierung setzen, entstehen bei Herrenausstatter.de alle Texte und Bilder durch menschliche Redakteure und Fotographen. KI liefert Datenanalysen zu Öffnungsraten und Kundenverhalten – die kreative Umsetzung bleibt Handarbeit.

„Wir haben bewusst entschieden, keine KI-Marketing-Sprechblasen zu produzieren", betont DePauli. „Jeder Newsletter, jede Produktbeschreibung trägt die Handschrift unseres Teams. Unsere Kunden spüren den Unterschied zwischen echtem Fachwissen und generierten Floskeln."

Investition in Menschen und Technologie

Ein aktuelles Projekt zeigt den Ansatz exemplarisch: Ein KI-System analysiert Preisbewegungen bei Wettbewerbern und erstellt Marktübersichten. Die strategischen Schlüsse und Preisanpassungen treffen jedoch erfahrene Einkäufer, die Marktdynamiken und Kundenerwartungen verstehen.

Die selektive KI-Strategie ermöglicht es dem Unternehmen, sein Team nicht nur zu halten, sondern gezielt auszubauen. Die gewonnene Effizienz fließt in persönlichere Kundenbetreuung und die Entwicklung neuer Services – immer mit dem Ziel, die menschliche Interaktion zu stärken, nicht zu ersetzen.

Technologie mit Augenmaß

„Innovation verwandelt Unsicherheit in Chance – aber nur, wenn sie dem Menschen dient", resümiert DePauli. In einer Zeit, in der KI-Euphorie oft kritisches Denken verdrängt, positioniert sich die DePauli AG als nachdenklicher Praktiker: Technologie ja, aber mit klarem Fokus auf menschliche Werte und echten Kundennutzen.

Diese Position mag gegen den Zeitgeist laufen. Für ein Unternehmen, das seit 28 Jahren online erfolgreich tätig ist, ist es die logische Konsequenz einer einfachen Erkenntnis: Premium-Mode verkauft man nicht mit Algorithmen, sondern mit Leidenschaft, Expertise und dem Gespür für das, was Kunden wirklich bewegt.

Unser Mode-Shooting für den Herbst 2025

Männer in eleganten Herbstmänteln und Anzügen vor Bergkulisse, lässig präsentiert

Auf dem Karwendel-Gebirg'

Das Karwendelgebirge, mit seinen schroffen Kalksteinwänden und unberührten Almwiesen eines der spektakulärsten Gebiete der bayerischen Alpen, war das Ziel unserer Mission am 21. August.

Überraschung vor Ort: Das Wetter spielt nicht mit

Unser Team machte sich auf den Weg zur Karwendel-Alm – mit über 30 Outfits im Gepäck und der Vision, die neue Herbst-Winter-Kollektion vor dieser majestätischen Kulisse zu inszenieren. Was wir nicht erwartet hatten: Nebel, der die Sichtweite auf unter 20 Meter reduzierte, und Regen, der unsere ursprünglichen Pläne durcheinanderwirbelte.

Doch manchmal entstehen die besten Geschichten genau dann, wenn nicht alles nach Plan läuft. Unser bewährter Fotograf Hans-Christian Barth, der seit Jahren die Herrenausstatter-Shootings verantwortet, machte aus der Herausforderung eine Tugend. Die mystische Atmosphäre des Nebels wurde zur perfekten Kulisse für intensive, fast cinematische Aufnahmen. Und wenn das Wetter draußen nicht mitspielte, verlagerten wir das Shooting kurzerhand nach drinnen – in die rustikalen, aber stilvollen Räume der Karwendel-Alm.

Ende gut alles gut

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Drei Models, ein eingespieltes Styling-Team und eine Stimmung, die trotz widriger Umstände konzentriert, freundschaftlich und locker blieb. In nur einem Tag entstanden sämtliche geplanten Looks – ein beachtlicher Durchsatz, der die Professionalität aller Beteiligten widerspiegelt. Von eleganten Business-Looks bis zu robusten Outdoor-Styles war alles dabei. Die Vielseitigkeit unserer Marken – von zeitlosen Klassikern bis zu innovativen Materialien – zeigte sich eindrucksvoll vor der dramatischen Alpenkulisse. Manchmal braucht es eben genau diese unvorhersehbaren Momente, um Mode zum Leben zu erwecken.

28 Jahre Innovation als DNA: Deutschlands ältester Online-Modehändler zeigt, wie permanente Neuerfindung zum Erfolgsrezept wird

Ein Mann mittleren Alters,  mit leichten grauen Haaren steht entspannt am Ufer eines Sees. Er trägt ein gemustertes, kurzärmliges Hemd, hellblaue Jeans-Shorts und hat eine beigefarbene Jacke in der Hand sowie einen Rucksack über der Schulter. Im Hintergrund sind Segelboote und ein Ausflugsschiff auf dem Wasser zu sehen, unter einem leicht bewölkten, blauen Himmel.

Von Marken zu Menschen (05.05.2025)

Wie Herrenausstatter.de durch lebensstilbasierte Segmentierung die Kundenkommunikation neu definiert

Ausgangssituation: Die Grenzen der markenbasierten Kommunikation

Als ältester deutscher Online-Anbieter für Premium-Herrenmode (seit 1997) hatte Herrenausstatter bereits früh erkannt, dass personalisierte Kommunikation ein Schlüssel zum Erfolg ist. Der ursprüngliche Ansatz folgte dabei einem in der Branche weit verbreiteten Paradigma: Kunden wurden primär nach ihren bisherigen Markenkäufen und Warenkörben segmentiert.

"Ein Kunde, der einmal eine BOSS-Jacke gekauft hatte, erhielt automatisch alle BOSS-Newsletter. Wir etikettierten ihn sozusagen als "BOSS-Fan"", erläutert Renata DePauli, die Gründerin von Herrenausstatter.de "In der Theorie klang das plausibel – in der Praxis zeigte sich jedoch, dass ein einzelner Kauf natürlich nicht zwangsläufig eine tiefere Markenaffinität bedeutet."

Die Ergebnisse waren entsprechend: Zwar erzielten markenspezifische Newsletter bessere Ergebnisse als allgemeine Aussendungen, doch für einen Großteil der Empfänger blieben die Inhalte irrelevant. Die Öffnungsraten stagnierten bei durchschnittlich 30-40%, die Abmeldequoten waren höher als gewünscht.

Der Wendepunkt: Von der Markenfixierung zum Lebensstil-Verständnis

Die Initialzündung für den Strategiewechsel kam aus einer einfachen, aber fundamentalen Erkenntnis: Das Team stellte sich die Frage, was sie selbst als Empfänger von Newslettern erwarten würden. Die einhellige Antwort: relevante Inhalte, die zu ihrem individuellen Lebensstil, ihren Interessen und aktuellen Bedürfnissen passen.

"Wir haben uns ehrlich eingestanden, dass wir diesem Anspruch mit unserer bisherigen Strategie nicht gerecht wurden", so Renata DePauli, die das Unternehmen bis heute führt. "Ein Kunde ist mehr als die Summe seiner gekauften Marken – er hat einen bestimmten Lifestyle, Werte und Präferenzen, die weit über Markenaffinitäten hinausgehen."

Statt Kunden nach Markenkäufen zu kategorisieren, entwickelte Herrenausstatter.de einen ganzheitlicheren Ansatz, der den Lebensstil und die Lebenswelt der Kunden in den Mittelpunkt stellte. Diese Lifestyle-Faktoren sollten mit Kaufhistorie und Browserverhalten kombiniert werden, um ein tieferes Verständnis für die unterschiedlichen Kundentypen zu gewinnen.

Die Implementierung: Sechs Monate intensiver Transformation

Die Transformation vom markenbasierten zum lebensstilorientierten Ansatz war ein komplexes Unterfangen, das etwa sechs Monate in Anspruch nahm. Das Projekt umfasste mehrere Phasen:

1. Datenanalyse und -anreicherung:

In Zusammenarbeit mit einem etablierten deutschen Anbieter für Lifestyle- und Verhaltensdaten wurde das hauseigene Data Warehouse um wertvolle Erkenntnisse erweitert.

2. Entwicklung maßgeschneiderter Lifestyle-Segmente:

Statt pauschaler Kundengruppen entwickelte Herrenausstatter ein dynamisches Segmentierungsmodell, das mehrere Lebenswelt-Dimensionen intelligent verknüpft:

  • Lifestyle-Cluster: Basierend auf Wohnumfeld, Interessensgebieten und regionalen Besonderheiten (z.B. Regionen mit hoher Oldtimer-Dichte, Nähe zu Segelrevieren, urbane Kulturzentren, Stadtviertel-Charakter)

  • Stilpräferenzen: Nicht nur welche Marken, sondern welche Produktkategorien, Materialien und Preissegmente bevorzugt werden

Im weiteren Jahresverlauf arbeitet Herrenausstatter an der Integration weiterer Lifestyle-Indikatoren, etwa:

  • Interaktionsverhalten: Wie Kunden mit verschiedenen Inhaltstypen interagieren (z.B. Outfit-Vorschläge vs. einzelne Produkte)

  • Saisonale Aktivitäten: Erkennung von jahreszeitlichen Interessensschwerpunkten und Events im Lebensumfeld des Kunden

Diese multidimensionale Lifestyle-Segmentierung ermöglicht hochrelevante Kommunikation wie den "Oldtimer-Newsletter", der nicht nur Modepräferenzen berücksichtigt, sondern präzise die Kunden identifiziert, für die dieses spezifische Thema tatsächlich relevant ist.

3. Neues Kommunikationskonzept:

Für jedes Lifestyle-Segment wurden spezifische Tonalitäten, Ansprachen und Produktempfehlungen entwickelt.

4. A/B-Testing:

Vor dem vollständigen Rollout wurden umfangreiche Tests durchgeführt, um die Wirksamkeit der neuen Strategie zu validieren.

"Die technische Implementierung war anspruchsvoll, aber das Team war von Anfang an begeistert", erklärt DePauli. "Besonders wichtig war uns dabei, datenschutzkonform zu arbeiten. Die Zielgruppen-Auswahl erfolgt ausschließlich "blind" nach anonymisierten, angereicherten Lifestyle-Segmenten, ohne dass personenbezogene Daten für die Analyse genutzt werden."

Ergebnisse: Der Paradigmenwechsel zahlt sich aus

Die Umstellung von der markenbasierten zur lebensstilorientierten Segmentierung führte zu signifikanten Verbesserungen in allen relevanten KPIs:

Öffnungsraten:

Steigerung auf bis zu 55% bei lifestyle-spezifischen Newslettern

Warenkorbwert:

17% hörere Durchschnittskäufe bei lifestyle-orientierter Ansprache

Conversion-Rate:

Erhöhung um 28% gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum

Abmeldequote:

Reduktion um 32% bei den neu segmentierten Newslettern

Praxisbeispiel: Lifestyle-gerechte Kommunikation

Ein anschauliches Beispiel für die neue Kommunikationsstrategie war ein Newsletter speziell für Kunden in Regionen mit hoher Oldtimer-Affinität. Unter dem Titel "Die erste Ausfahrt des Jahres: Stilvolle Begleiter für Oldtimer-Enthusiasten" wurden gezielt Outfits von Marken mit langer Tradition präsentiert, die sowohl "old-timer-kompatibel" als auch zeitgemäß elegant waren.

Dieser Newsletter erzielte eine Öffnungsrate von 53% – fast doppelt so hoch wie der Durchschnitt früherer allgemeiner Aussendungen. Die Conversion-Rate lag 21% über dem früheren Segment "Premium-Kunden".

"Was uns besonders überraschte, war die starke Korrelation zwischen bestimmten Wohngebieten und Lifestyle-Präferenzen", erläutert der Datenanalyst des Teams. "Diese Erkenntnis hat uns ermöglicht, noch präziser auf die Lebenswelten unserer verschiedenen Kundengruppen einzugehen."

Technische Umsetzung: Maßgeschneiderte Systeme für maßgeschneiderte Kummunikation

Die technische Realisierung basiert auf der Integration der hauseigenen Data Warehouse Plattform, die Herrenausstatter seit Jahren für den E-Mail-Versand nutzt. Die angereicherten Lifestyle-Daten werden für die Segment-Auszählung und personalisierte Kommunikation genutzt, ohne dass dabei Kompromisse beim Datenschutz eingegangen werden.

"Diese technische Infrastruktur ermöglicht es uns, die richtigen Inhalte zur richtigen Zeit an die richtigen Empfänger zu senden", betont Renata DePauli. "Entscheidend ist dabei, dass wir nicht nur auf vergangenes Kaufverhalten reagieren, sondern proaktiv Bedürfnisse antizipieren können, die mit dem Lebensstil unserer Kunden zusammenhängen."

Fazit: Ein neues Paradigma der Kundenkommunikation

Der Paradigmenwechsel von der markenbasierten zur lebensstilorientierten Segmentierung hat Herrenausstatter nicht nur messbare wirtschaftliche Vorteile gebracht, sondern auch das Kundenerlebnis grundlegend verbessert. Die Newsletter werden nicht mehr als Werbung, sondern als wertvolle Inspiration wahrgenommen – was sich in deutlich reduzierter Abmeldequote und höherer Interaktion zeigt.

"Wir haben gelernt, dass echte Personalisierung weit über Markenaffinitäten hinausgeht", resümiert die Chefin des familiengeführten Unternehmens. "Es geht darum, den Menschen hinter dem Kunden zu verstehen – seine Lebenswelt, Interessen und Bedürfnisse. Nur so kann man von einer reinen Transaktionsbeziehung zu einer echten, wertvollen Kundenbeziehung gelangen."

Dieser Perspektivenwechsel von "Marken zu Menschen" hat sich für Herrenausstatter als entscheidender Wettbewerbsvorteil erwiesen und wird auch künftig die strategische Ausrichtung des Unternehmens prägen.

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